Corbusierhaus Berlin - Eine Hommage
Corbusierhaus Berlin - Eine Hommage

Corbusierhaus Berlin - Eine Hommage

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Kundenrezensionen

  • 31.08.2021
    Einen solch monumentalen Koloss wie das Corbusierhaus in Berlin kann man nur seziert erfassen. Uwe Hantke hat seine Kamera wie ein chirurgisches Skalpell benutzt und dem Betrachter in formaler und ästhetischer Präzision repräsentative Teile der Architektur visuell vermittelt. Pars pro toto. Jedes Bild für sich ein fotografisches Kunstwerk vermittelt in der Gesamtheit des Buches einen Eindruck von der Kunst des Architekten. Die Bildsprache des Fotografen fügt sich nahtlos zusammen mit dem architektonischen Wirken Corbusiers. Wer minimalistische Fotografie mag, wird an dem Werk seine Freude haben. Skalpell benutzt und dem Betrachter in formaler und ästhetischer Präzision repräsentative Teile der Architektur visuell vermittelt. Pars pro toto. Jedes Bild für sich ein fotografisches Kunstwerk vermittelt in der Gesamtheit des Buches einen Eindruck von der Kunst des Architekten. Die Bildsprache des Fotografen fügt sich nahtlos zusammen mit dem architektonischen Wirken Corbusiers. Wer minimalistische Fotografie mag, wird an dem Werk seine Freude haben.
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  • 31.08.2021
    Wie ein privater Blick auf eine Architekturikone gelingen kann Le Corbusier ist eine bedeutende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Sein Werk als Architekt beeinflusste ganze Architektengenerationen und sein Erbe trägt auch heute noch zur Gestaltung unseres Wohn- und Lebensumfelds bei. Viele Bücher und Bildbände sind seiner vielseitigen Karriere gewidmet. Nicht so bekannt ist die Tatsache, dass er sich auch als Fotograf betätigte. Er nutzte die Fotografie als Instrument zur Dokumentation, Promotion und Verbreitung seiner Architektur wie auch zu ihrer Vorbereitung, ähnlich wie Papier und Bleistift. Für Werbezwecke verwendete er allerdings statt seiner eigenen zahlreichen und durchweg fotografisch hochwertigen Architekturaufnahmen, Fotos von beauftragten Fotografen. Er war also alles andere als ein herkömmlicher Architekturfotograf seiner eigenen Architektur, sondern ein Mann mit vielen Begabungen, die sich gegenseitig befruchteten. Seine Fotografien sind nicht nur nettes Beiwerk oder Abfallprodukt seines Schaffens als Architekt, sondern konstitutives Element einer architektonischen Vision. Uwe Hantke ist ebenfalls kein herkömmlicher Architekturfotograf. Er will mit seinem Buch Corbusierhaus Berlin – Eine Hommage sicher nicht nur einen weiteren Bildband über das Werk eines berühmten Architekten vorlegen. Der Satz aus dem Vorwort »Man muss in diesem Haus gelebt haben, um es zu begreifen und zu schätzen« ist der Schlüssel zum Verständnis dieses ungewöhnlichen Bildbands. Sein sorgfältig komponierter Band sticht positiv aus der Fotobücherflut über die Bauten berühmter Architekten hervor. Er will ausdrücklich nicht den städtebaulichen und architektonischen Blick auf ein Haus wiederholen, der so oft versucht wurde, so dass es kaum noch Raum für neue und frische Perspektiven gibt. Die Auswahl der Bilder und die Begleittexte belegen diesen ungewöhnlichen Anspruch hervorragend. Er liefert einen intimen Blick auf das Corbusierhaus, der nur dem langjährigen Bewohner und Nutzer möglich ist. Er komplementiert darüber hinaus den fotografischen Blick des Architekten und legt damit einen Beitrag zum Verständnis des Corbusierhauses in Berlin vor, der so noch nicht zu sehen und zu lesen war. Die Verwirklichung dieser fotografischen Position ist allerdings kein leichtes Unterfangen, sprich sie ist mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Hat Uwe Hantke diese Herausforderung bewusst wahrgenommen? Das kann ich nicht sagen, sicher aber ist, er hat sie gemeistert. Eine omnipräsente Ikone der Baukunst ist nicht gerade prädestiniert für eine intime Betrachtung, zumal wenn sie so monumental daherkommt wie das Corbusierhaus. Uwe Hantke verzichtet auf die totale Ansicht des Gebäudes, weil diese sich im Foto ästhetisch nicht in einer Weise aufbereiten oder verfremden lässt, mit dem Ergebnis dass eine menschliche oder gar private Dimension erkennbar würde. Er wählt dagegen kleine Ausschnitte des Gebäudes oder des Umfelds, die für sich sprechen oder wie eine Theaterkulisse mit Gegenständen wie einem Motorroller gefühlt zum Betrachter sprechen. Die Aussage, dass hier lebenswert gewohnt und gelebt wurde, sei es in der Privatsphäre der Wohnung oder der Gemeinschaft des Sozialraums Corbusierhaus, wird über vielfältige Details ebenso gut kommuniziert wie über ausgewählte historische Fotografien aus dem Familienalbum, die mit dem Seriellen der Architektur kaum stärker kontrastieren könnten. Dazu gesellen sich die kongenialen Begleittexte, ohne die der intime fotografische Ansatz nicht zu realisieren gewesen wäre. Foto und Text bilden eine Einheit, die uns eine Vorstellung vom Leben und Wohnen in diesem Gebäude vermittelt. Die Mehrzahl der Fotos bildet zwar keine Menschen ab, ruft aber ihre Präsenz als Nutzer durchgängig auf, die sich im Zeitverlauf in das Gebäude eingeschrieben haben und sei es nur über Abnutzungsspuren. So gelingt die persönlich gehaltene Hommage. Der vorgelegte Bildband verweist zudem auf grundsätzliche Fragen des Verhältnisses von Fotografie und Architektur. Die Bedeutung der Architektur für den Menschen wird in dem Bildband von Uwe Hantke subtiler und dringlicher herausgearbeitet als in vielen klassisch angelegten Bildbänden, die sich allzu oft nur auf gestalterische Aspekte konzentrieren. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, gerade weil wir mit dem Begriff Wohnmaschine alles andere als lebenswertes Wohnen verbinden. Architektur ist für den Menschen existentiell wichtig. Sie ist sein wichtigster Schutzraum. Jedes menschliche Handeln ist auch an den Wohnraum des Menschen gebunden. Gerne möchte ich die aus Zurückhaltung motivierte Aussage von Uwe Hantke, dass seinen Fotos die städtebauliche und architektonische Perspektive abgeht, hinterfragen. Die gestalterischen Elemente der Architektur und das Setzen von Räumen in und um das Gebäude herum sind auf eine angenehme und unaufdringliche Art in seinen Fotos selbstverständlich präsent. Der eigentliche Verdienst seines Bildbandes liegt aber darin, dass er weit mehr abliefert als wir erwarten durften oder gewohnt sind, nämlich eine überzeugende Andeutung und Vergegenwärtigung des Lebens- und Sozialraums eines Individuums in einer Architekturikone und deren Umfeld in der Retrospektive. Er belegt, dass das Corbusierhaus anderen Bauten in nichts nachsteht, wenn es darum geht, die für den Menschen existentiellen Funktionen der Architektur bereit zu halten. Le Corbusier kommunizierte seine Idee von Architektur mit Hilfe der Fotografie. Architektur und Fotografie sind bei ihm interdependent. Uwe Hantke lässt mit seinen Fotos und Texten einen Film im Kopf des Betrachters ablaufen, der vergangenes Wohnen und Leben in einer zu Unrecht als lebensfeindlich diskreditierten Architektur vorstellbar werden lässt. Ich kann dazu raten, den hervorragenden Bildband von Uwe Hantke und die Architekturfotos von Le Corbusier nebeneinander zu legen und einer vergleichenden Betrachtung zu unterziehen. Der fotografierende Architekt und der fotografierende Nutzer des Gebäudes machen deutlich, was Fotografie für die Architektur als Sozialraum leisten kann. Die ganze Macht der Fotografie wird hier anschaulich. als Architekt beeinflusste ganze Architektengenerationen und sein Erbe trägt auch heute noch zur Gestaltung unseres Wohn- und Lebensumfelds bei. Viele Bücher und Bildbände sind seiner vielseitigen Karriere gewidmet. Nicht so bekannt ist die Tatsache, dass er sich auch als Fotograf betätigte. Er nutzte die Fotografie als Instrument zur Dokumentation, Promotion und Verbreitung seiner Architektur wie auch zu ihrer Vorbereitung, ähnlich wie Papier und Bleistift. Für Werbezwecke verwendete er allerdings statt seiner eigenen zahlreichen und durchweg fotografisch hochwertigen Architekturaufnahmen, Fotos von beauftragten Fotografen. Er war also alles andere als ein herkömmlicher Architekturfotograf seiner eigenen Architektur, sondern ein Mann mit vielen Begabungen, die sich gegenseitig befruchteten. Seine Fotografien sind nicht nur nettes Beiwerk oder Abfallprodukt seines Schaffens als Architekt, sondern konstitutives Element einer architektonischen Vision. Uwe Hantke ist ebenfalls kein herkömmlicher Architekturfotograf. Er will mit seinem Buch Corbusierhaus Berlin – Eine Hommage sicher nicht nur einen weiteren Bildband über das Werk eines berühmten Architekten vorlegen. Der Satz aus dem Vorwort »Man muss in diesem Haus gelebt haben, um es zu begreifen und zu schätzen« ist der Schlüssel zum Verständnis dieses ungewöhnlichen Bildbands. Sein sorgfältig komponierter Band sticht positiv aus der Fotobücherflut über die Bauten berühmter Architekten hervor. Er will ausdrücklich nicht den städtebaulichen und architektonischen Blick auf ein Haus wiederholen, der so oft versucht wurde, so dass es kaum noch Raum für neue und frische Perspektiven gibt. Die Auswahl der Bilder und die Begleittexte belegen diesen ungewöhnlichen Anspruch hervorragend. Er liefert einen intimen Blick auf das Corbusierhaus, der nur dem langjährigen Bewohner und Nutzer möglich ist. Er komplementiert darüber hinaus den fotografischen Blick des Architekten und legt damit einen Beitrag zum Verständnis des Corbusierhauses in Berlin vor, der so noch nicht zu sehen und zu lesen war. Die Verwirklichung dieser fotografischen Position ist allerdings kein leichtes Unterfangen, sprich sie ist mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Hat Uwe Hantke diese Herausforderung bewusst wahrgenommen? Das kann ich nicht sagen, sicher aber ist, er hat sie gemeistert. Eine omnipräsente Ikone der Baukunst ist nicht gerade prädestiniert für eine intime Betrachtung, zumal wenn sie so monumental daherkommt wie das Corbusierhaus. Uwe Hantke verzichtet auf die totale Ansicht des Gebäudes, weil diese sich im Foto ästhetisch nicht in einer Weise aufbereiten oder verfremden lässt, mit dem Ergebnis dass eine menschliche oder gar private Dimension erkennbar würde. Er wählt dagegen kleine Ausschnitte des Gebäudes oder des Umfelds, die für sich sprechen oder wie eine Theaterkulisse mit Gegenständen wie einem Motorroller gefühlt zum Betrachter sprechen. Die Aussage, dass hier lebenswert gewohnt und gelebt wurde, sei es in der Privatsphäre der Wohnung oder der Gemeinschaft des Sozialraums Corbusierhaus, wird über vielfältige Details ebenso gut kommuniziert wie über ausgewählte historische Fotografien aus dem Familienalbum, die mit dem Seriellen der Architektur kaum stärker kontrastieren könnten. Dazu gesellen sich die kongenialen Begleittexte, ohne die der intime fotografische Ansatz nicht zu realisieren gewesen wäre. Foto und Text bilden eine Einheit, die uns eine Vorstellung vom Leben und Wohnen in diesem Gebäude vermittelt. Die Mehrzahl der Fotos bildet zwar keine Menschen ab, ruft aber ihre Präsenz als Nutzer durchgängig auf, die sich im Zeitverlauf in das Gebäude eingeschrieben haben und sei es nur über Abnutzungsspuren. So gelingt die persönlich gehaltene Hommage. Der vorgelegte Bildband verweist zudem auf grundsätzliche Fragen des Verhältnisses von Fotografie und Architektur. Die Bedeutung der Architektur für den Menschen wird in dem Bildband von Uwe Hantke subtiler und dringlicher herausgearbeitet als in vielen klassisch angelegten Bildbänden, die sich allzu oft nur auf gestalterische Aspekte konzentrieren. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, gerade weil wir mit dem Begriff Wohnmaschine alles andere als lebenswertes Wohnen verbinden. Architektur ist für den Menschen existentiell wichtig. Sie ist sein wichtigster Schutzraum. Jedes menschliche Handeln ist auch an den Wohnraum des Menschen gebunden. Gerne möchte ich die aus Zurückhaltung motivierte Aussage von Uwe Hantke, dass seinen Fotos die städtebauliche und architektonische Perspektive abgeht, hinterfragen. Die gestalterischen Elemente der Architektur und das Setzen von Räumen in und um das Gebäude herum sind auf eine angenehme und unaufdringliche Art in seinen Fotos selbstverständlich präsent. Der eigentliche Verdienst seines Bildbandes liegt aber darin, dass er weit mehr abliefert als wir erwarten durften oder gewohnt sind, nämlich eine überzeugende Andeutung und Vergegenwärtigung des Lebens- und Sozialraums eines Individuums in einer Architekturikone und deren Umfeld in der Retrospektive. Er belegt, dass das Corbusierhaus anderen Bauten in nichts nachsteht, wenn es darum geht, die für den Menschen existentiellen Funktionen der Architektur bereit zu halten. Le Corbusier kommunizierte seine Idee von Architektur mit Hilfe der Fotografie. Architektur und Fotografie sind bei ihm interdependent. Uwe Hantke lässt mit seinen Fotos und Texten einen Film im Kopf des Betrachters ablaufen, der vergangenes Wohnen und Leben in einer zu Unrecht als lebensfeindlich diskreditierten Architektur vorstellbar werden lässt. Ich kann dazu raten, den hervorragenden Bildband von Uwe Hantke und die Architekturfotos von Le Corbusier nebeneinander zu legen und einer vergleichenden Betrachtung zu unterziehen. Der fotografierende Architekt und der fotografierende Nutzer des Gebäudes machen deutlich, was Fotografie für die Architektur als Sozialraum leisten kann. Die ganze Macht der Fotografie wird hier anschaulich.
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